{"id":87,"date":"2011-09-06T15:18:09","date_gmt":"2011-09-06T15:18:09","guid":{"rendered":"http:\/\/127.0.0.1:8090\/index.php\/03092011-2-supernovae-ein-komet-und-viele-nebel\/"},"modified":"2026-05-25T19:03:35","modified_gmt":"2026-05-25T19:03:35","slug":"03092011-2-supernovae-ein-komet-und-viele-nebel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/index.php\/beobachtungsberichte\/beobachtungsberichte-2011\/03092011-2-supernovae-ein-komet-und-viele-nebel\/","title":{"rendered":"03.09.2011 &#8211; 2 Supernovae, ein Komet und viele Nebel"},"content":{"rendered":"<p>In der Nacht vom 03. auf den 04. September war ich mal wieder Hubertus  in seiner tollen Sternwarte besuchen. Da ich mir noch fest vorgenommen  hatte auch mal wieder Fotos zu machen, brach ich gegen 9Uhr bepackt mit  meiner LXD-75, dem 6&#8243; f\/5 Newton, meiner EOS und dem Zubeh\u00f6r auf, in der  Hoffnung die aktuelle Supernova SN2011fe in der Feuerradgalaxie und den  Kometen C\/2009 P1 Garradd abzulichten, der zusammen mit dem  Kleiderb\u00fcgelhaufen Cr399 sicher ein tolles Motiv abgeben w\u00fcrde.<br><br>Nachdem  die Monti aufgebaut und eingenordet und der Newton sammt Kamera und  Zeitsteuerung einsatzbereit war, f\u00fchrte mir Hubertus mit seinem tollen  6&#8243; f\/15 Halb-APO am Mond erstmal seinen beim ATT erstandenen &#8222;Korrektor  gegen athmosph\u00e4rische Dispersion&#8220; vor. Was das Teil machen soll sagt ja  die Beschreibung bereits &#8211; entfernen oder minimieren des athmosph\u00e4risch  hervorgerufenen Farbsaumes an Mond und Planeten bei niedriger  Deklination. Der Vergleich mit und ohne diesen Korrektor war verbl\u00fcffend  gut. Der rote Farbsaum an der S\u00fcdhalbkugel und der blau-lila Farbsaum  an der Nordhalbkugel des Mondes verschwanden fast zu 100%, was sich auch  deutlich auf die Bildsch\u00e4rfe auswirkte. Zwar machte das Seeing eine  perfekte Beobachtung unm\u00f6glich, aber dennoch konnten mit gut 300facher  Vergr\u00f6\u00dferung noch viele Details beobachtet werden &#8211; und das bei  vieleicht nur noch ca. 20\u00b0 H\u00f6he des Mondes \u00fcber dem Horizont. Echt ein  tolles Teil, so ein Korrektor.<br><br>Bevor wir mit unseren  Deepskybeobachtungen begannen, steuerte ich meinen Fotonewton erstmal  auf M101, um die Supernova einzufangen. Die Bedingungen waren nicht  perfekt, zumal der Schwanz der &#8222;Gro\u00dfen B\u00e4rin&#8220; bereits \u00fcber der  nahegelegenen Stadt hing, was sich bei leichtem Dunst zus\u00e4tzlich negativ  bemerbar machte. Nichts desto trotz begann ich mit der Aufnahmeserie.<br><br>Hubertus  hatte w\u00e4hrenddessen seinen 16&#8243; Newton ebenfalls auf die Feuerradgalaxie  gesteuert und wir starteten mit unserer Beobachtungsrunde am  Sauerl\u00e4ndischen Nachthimmel. Die Supernova stach sehr deutlich hervor &#8211;  was ein heller Brocken. Das Teil k\u00f6nnte ja schon in meinem 20&#215;80 FG zu  sehen sein, dachte ich noch, was ich unbedingt die Tage mal ausprobieren  mu\u00df. Hoffentlich beh\u00e4lt sie ihre Helligkeit noch ein paar Tage. Der  zunehmende Mond k\u00f6nnte sich aber f\u00fcr diese Aktion mal wieder als Feind  erweisen. Schaun wir mal &#8230; Die Supernova ist mit Abstand der hellste  Punkt, der im Bereich der Galaxie, deren Spiralarme auch noch  einigerma\u00dfen zu erkennen waren, zu sehen war. Au\u00dfer den Spiralarmen  waren auch noch einige Kn\u00f6tchen in den Armen zu erkennen.<br><br>Nach  dem wir diese Supernova bestaunt hatten, steuerte Hubertus den gro\u00dfen  Newton noch &#8222;r\u00fcber&#8220; zur Whirlpoolgalaxie, in der ja Ende Mai auch eine  Supernova entdeckt wurde, die ich Anfang Juli auch mit meinem 8&#8243;er  Dobson beobachten konnte. Ich war schon ganz gespannt, ob diese  Supernova mit 16&#8243; wohl immer noch zu entdecken sei. Und tats\u00e4chlich, hin  und wieder blitzte sie an der bekannten Stelle immer mal wieder kurz  auf. Die Beobachtung war schon recht grenzwertig, aber wir konnten sie  beide als gesichert abhaken.<br><br>Irgendwie kamen wir dann darauf, den  Crescentnebel NGC6888 im R\u00fcckrat des Schwans anzusteuern, was auch kein  gro\u00dfer Akt war. Bei ca. 6mag im Zenit (zum Horizont hin aber deutlich  schlechter), waren im 31ger Nagler und eingeschwenktem Baader O-III  Filter auch viele Strukturen zu sehen. Das w\u00e4re mal was zum zeichnen,  dachte ich noch bei mir. Aber au\u00dfer das ich kein Zeichenkrams dabei  hatte, war die Motivation mal wieder nicht ausreichend hoch. Papier und  Bleistift h\u00e4tte Hubertus bestimmt f\u00fcr mich gehabt. Von Nachteil w\u00e4re  dann aber auch gewesen, dass Hubertus in der Zeit nicht h\u00e4tte beobachten  k\u00f6nnen.<br><br>Also weiter dr\u00fcber nachgedacht und das n\u00e4chste Objekt  angepeilt.Collinder 399, der Kleiderb\u00fcgelhaufen sollte es sein. O.k.,  eigentlich peilten wir diesen nur an, um einen Blick auf den Kometen  Garradd zu werfen, der dann auch nicht mehr mit ins Gesichtsfeld des  31ger Naglers pa\u00dfte. Cr399 allein aber \u00fcbrigends auch nicht. Ein Stern  des geraden B\u00fcgels blieb immer au\u00dfen vor. Ein kleiner Schwenk nach oben  und schwubs, schon war auch der Komet mit fast stellarem Zentrum, gro\u00dfer  Koma und Schweifansatz zu sehen. Wie schon vor einer Woche beim  Teleskoptreffen hatte ich das Gef\u00fchl, dass der Schweif in meinem 120\/600  Refraktor l\u00e4nger wirkte. Es wird sicherlich damit zusammenh\u00e4ngen, dass  im Richie noch viel mehr Feld drumherum zu sehen ist. Die AP ist mit  gleichem Okular ja nicht sooo wahnsinnig viel gr\u00f6\u00dfer.<br><br>Einmal im  Schwan beschlossen wir, noch ein wenig im Bereich des Bruststerns \u03b3  Cygnus auf Gasnebel-Entdeckungsreise zu gehen. Irgendwo daneben mu\u00dfte  doch der Schmetterling liegen, der auf den Langzeitbelichtungen immer zu  sehen ist. Da wir aber die genaue Position des gro\u00dfen Flattermannes  nicht kannten, fischten wir im Tr\u00fcben. In Hubertus Sternkarte (?) und  auch im Tritlas war diese &#8222;Figur&#8220; nicht richtig eingezeichnet. Zumindest  dachte ich das, bis ich zu Hause nochmal mit einem Foto verglich. Die  Struktur ist in der Karte schon vermerkt, allerdings noch weitergehend,  als nur der Schmetterling. Wir haben in dem Bereich auch einiges an  Nebel auf die Netzhaut bekommen, aber den Schmetterling konnten wir  nicht erkennen. Nach einigen Minuten steuerten wir dann die Motoren der  parallaktischen Montierung einen kleinen Tuck nach S\u00fcden, um dem offenen  Sternhaufen M29 zu begutachten. Sowohl Hubertus als auch ich sind nicht  gerade Liebhaber von OS, aber ein Bericht in der aktuellen &#8222;Sterne und  Weltraum&#8220; weckte meine Neugierde an dem Haufen. Er wird dort n\u00e4mlich als  &#8222;Plejaden in Miniaturausf\u00fchrung beschrieben, was sich beim Anblick  durch\u00b4s 31ger Nagler auch best\u00e4tigte. Wir brauchten echt nicht viel  Phantasie, um die Plejaden in dem Haufen wiederzuerkennen. Ein netter  Anblick. <br><br>Irgendwann zu diesem Zeitpunkt zogen dann mal erste  W\u00f6lkchen durch. Ich dachte mir, dass M101 nun genug Belichtungszeit  bekommen hat und ich ja unbedingt noch den Kometen zusammen mit dem  Kleiderb\u00fcgel ablichten wollte. <br><br><strong>Feurradgalaxie M101 mit Supernova SN20011fe<\/strong><\/p>\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6a25e11c47790&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"6a25e11c47790\" class=\"wp-block-image size-full wp-lightbox-container\"><img decoding=\"async\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--pointerdown=\"actions.preloadImage\" data-wp-on--pointerenter=\"actions.preloadImageWithDelay\" data-wp-on--pointerleave=\"actions.cancelPreload\" data-wp-on-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" src=\"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/wp-content\/uploads\/legacy\/phocagallery\/Deepsky\/M101+SN2011fe.jpg\" width=\"640\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\tdata-wp-bind--aria-label=\"state.thisImage.triggerButtonAriaLabel\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.thisImage.buttonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.thisImage.buttonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>\n<p><span style=\"font-size: 80%\"><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><\/span><br>Da  Garradd und CR399 nicht zusammen ins Gesichtsfeld des 6&#8243;er passen  w\u00fcrden, hatte ich auch mein 300mm TAIR-3Phs Spionageobjektiv eingepackt.  Aber irgendwie hatte ich noch keine Lust die Fotoausr\u00fcstung umzubauen  und wiedermal kam mir der Gedanke, dass ich es in diesem Jahr wieder  nicht gebaclen bekommen habe, das ein oder andere Objekt der s\u00fcdlichen  Milchstrasse einzufangen. Also schwenkte ich kurzentschlossen auf M17,  den Schwanennebel, dessen Umgebung zwar auch schon ziemlich tief im Siff  hing, aber vieleicht noch eben fotografisch erreichbar sein k\u00f6nnte. Der  Trifid- und der Lagunennebel standen daf\u00fcr schon viel zu tief. Sterne  waren in der Region keine mehr auszumachen. Selbst die Suche nach M17  gestaltete sich nicht ganz so trivial, wie man eigentlich denken w\u00fcrde.  Die Bedingungen waren &#8222;dort unten&#8220; wirklich nicht prickelnd. Aber was  ich mir einmal in den Kopf gesetzt habe &#8230; Nach kurzer Suche und einer  Probebelichtung sah ich, dass ich an der richtigen Stelle war. Nun noch  das Objekt der Begierde an die richtige Stelle auf den Kamerachip  ger\u00fcckt und es konnte weiter gehen, mit dem fotografischen  Photonensammeln.<br><br>Hubertus hatte unterdessen beschlossen, weiter  s\u00fcdlich vom Schwan, zwischen den Sternbildern Pfeil und Delfin auf  PN-Jagd zu gehen. Drei Kandidaten sollten da wie an einer Schnur  aufgereit untereinander liegen. Den Anfang machte dabei NGC6905, auch  &#8222;Blue Flash&#8220; genannt. Im 11er Nagler und mit O-III zeigte er etwas  Struktur. Ich beschloss dann, mal ohne O-III und mit 7er Nagler noch  weiter zu beobachten, was sich als sehr gewinnbringend herausstellte.  Der Planetarische Nebel, der sich auf der langen Verbindungslinie eines  Sterntrapez befindet, zeigte noch mehr Struktur, ohne dass ich aber  etwas darin erkennen konnte. Der Nebel wirkte nur etwas fransig und sehr  unruhig. Dann konnte ich aber doch noch ein Detail erkennen &#8211; den  Zentralstern. Vorher mit O-III konnten wir ihn nicht erkennen. Nun aber  ohne O-III und mit weniger AP, lugte er immer wieder nadelspitzenfein  aus dem ihn umgebenden Nebel hervor. Ein sehr lohnenswerter Anblick!<br><br>Wiedermal  kamen Wolken aus dem S\u00fcden heraufgezogen. Und diesmal waren die Wolken  auch sehr dicht. So dicht, dass wir unsere Beobachtungen g\u00e4nzlich  unterbrechen mu\u00dften. Wir machten es uns erstmal mit Liegstuhl, Kaffee,  Tee und Zigarettchen gem\u00fctlich und schnackten \u00fcber dies und jenes,  darauf hoffend, dass wir noch ein paar Objekte auf die Netzhaut bekommen  w\u00fcrden. Meine EOS schoss w\u00e4hrenddessen ein paar Darks f\u00fcr die weitere  Bearbeitung von M101 und M17. Lights konnte ich f\u00fcr den Schwanennebel  nur 10 St\u00fcck an der Zahl gewinnen und davon w\u00e4ren normalerweise auch  noch vier weitere aufeinander folgende Aufnahmen der Serie rausgeflogen,  da auf ihnen jeweils eine sich fortsetzende Strichspur sichtbar ist.  Auf vier aufeinanderfolgenden Aufnahmen von je 90 Sekunden  Belichtungszeit die Strichspuren von einem Objekt &#8211; das konnte wohl nur  ein geostation\u00e4rer Satellit gewesen sein, der den Schwan &#8222;angeschossen&#8220;  hatte (siehe Foto).<br><br><strong>M17 &#8211; Schwanen- bzw. Omeganebel<\/strong><\/p>\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6a25e11c4788f&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"6a25e11c4788f\" class=\"wp-block-image size-full wp-lightbox-container\"><img decoding=\"async\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--pointerdown=\"actions.preloadImage\" data-wp-on--pointerenter=\"actions.preloadImageWithDelay\" data-wp-on--pointerleave=\"actions.cancelPreload\" data-wp-on-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" src=\"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/wp-content\/uploads\/legacy\/phocagallery\/Deepsky\/M17.jpg\" width=\"640\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\tdata-wp-bind--aria-label=\"state.thisImage.triggerButtonAriaLabel\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.thisImage.buttonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.thisImage.buttonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>\n<p><span style=\"font-size: 80%\"><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><\/span><br><br>Als  es dann nach gesch\u00e4tzt \u00b4ner halben Stunde wieder etwas aufklarte, baute  ich den Newton von der Monti und tauschte ihn gegen mein  300mm-Objektiv. Ich hatte ja schlie\u00dflich noch einen Termin mit dem  Kometen C\/2009 P1 Garradd. Der Kleiderb\u00fcgel mit benachbartem Kometen war  auch schnell aufgefunden und ich startete meine dritte Belichtungsserie  f\u00fcr den Abend.<br><br>Visuell ging es unterdessen weiter mit der  PN-Erkundungsrunde. Nach dem ca. 3.000 Lj entfernten NGC6905 gings  weiter nach S\u00fcden zum PN IC4997, der im Deepsky Reiseatlas als &#8222;extrem  klein&#8220; beschrieben wird. So zeigte er sich uns dann auch. Aufgrund des  nicht perfekten Seeings war die Unterscheidung von benachbarten Sternen  nur durch blinken mit dem O-III-Filter als sicher festzumachen. Mit  O-III-Filter behielt nur einer der Lichtpunkte im Gesichtsfeld des 11er  Naglers ann\u00e4hernd seine Helligkeit, w\u00e4hrend die anderen Punkte deutlich  an Helligkeit verloren &#8211; bingo, wieder ein &#8222;neues Weltwunder&#8220; mehr  beobachtet. So nennt Hubertus immer Objekte, die er zuvor noch nie  beobachtet hat. Diese Bezeichnung gef\u00e4llt mir immer mehr. Aber warum nun  ist dieser PN so klein? Ein weiterer Blick in den Deepskyreiseatlas  verr\u00e4t das Geheimnis: Er ist mit ca. 8.000 Lj fast dreieinhalb mal so  weit von uns entfernt, wie der ber\u00fchmte Ringnebel M57 in der Leier.<br><br>Nach  diesem Winzling schafften wir in dieser Nacht leider nur noch ein  Objekt, den planetarischen Nebel NGC6891, der zwar auch recht klein,  aber etwas deutlicher zu erkennen war, als IC4997. Auch hier zeigte sich  der Zentralstern, noch dazu wesentlich einfacher, als zuvor bei  NGC6905.<br><br>Dann zog der Himmel wieder zu und ein Blick auf das  Satellitenbild verriet, dass es Zeit war Feierabend zu machen. Es w\u00fcrde  nicht mehr aufreissen. Vom Kometen waren wegen der schon vorher immer  wieder durchziehenden Schleierwolken auch nur 12 Aufnahmen brauchbar und  w\u00e4hrend ich meinen Kram abbaute und ins Auto verpackte, schoss die EOS  noch ein paar Darks.<br><br><strong>Collinder 399 &#8222;Kleiderb\u00fcgelhaufen&#8220; und C\/2009 P1 Garradd<\/strong><\/p>\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6a25e11c47962&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"6a25e11c47962\" class=\"wp-block-image size-full wp-lightbox-container\"><img decoding=\"async\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--pointerdown=\"actions.preloadImage\" data-wp-on--pointerenter=\"actions.preloadImageWithDelay\" data-wp-on--pointerleave=\"actions.cancelPreload\" data-wp-on-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" src=\"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/wp-content\/uploads\/legacy\/phocagallery\/Sonnensystem\/C2009_P1_Garradd_Cr399.jpg\" width=\"640\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\tdata-wp-bind--aria-label=\"state.thisImage.triggerButtonAriaLabel\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.thisImage.buttonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.thisImage.buttonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>\n<p><span style=\"font-size: 80%\"><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><\/span>Das &#8222;H\u00e4uflein&#8220; rechts neben dem Kleiderb\u00fcgel ist \u00fcbrigends NGC6802. <br><br>Gegen  2 Uhr machte ich mich dann wieder auf den Heimweg, in der Hoffnung,  dass die Bildbearbeitung doch noch etwas halbwegs positives aus den  Aufnahmen rauskitzeln k\u00f6nnte. Und ja, was soll ich sagen? Ich bin  zufrieden. Es war mal wieder ein sehr sch\u00f6ner Abend, zusammen mit  Hubertus im benachbarten Sauerland.<br><br>F\u00fcr die Leser unter euch, die  die Supernova in M101 auf oben gezeigtem Foto aus Unkenntnis \u00fcber die  Position nicht identifizieren k\u00f6nnen, hier noch eine kleine Animation,  die zwischen einem Ausschnitt aus obiger Aufnahme und einem Foto, dass  ich im April 2009 von M101 schie\u00dfen konnte, hin- und herblinkt.<br><br><strong>Supernova SN2011fe in M101<\/strong><\/p>\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6a25e11c47a2d&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"6a25e11c47a2d\" class=\"wp-block-image size-full wp-lightbox-container\"><img decoding=\"async\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--pointerdown=\"actions.preloadImage\" data-wp-on--pointerenter=\"actions.preloadImageWithDelay\" data-wp-on--pointerleave=\"actions.cancelPreload\" data-wp-on-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" src=\"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/wp-content\/uploads\/legacy\/phocagallery\/Deepsky\/M101_SN2011fe_ani.gif\" width=\"640\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\tdata-wp-bind--aria-label=\"state.thisImage.triggerButtonAriaLabel\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.thisImage.buttonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.thisImage.buttonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Nacht vom 03. auf den 04. 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