{"id":75,"date":"2011-02-03T17:32:18","date_gmt":"2011-02-03T17:32:18","guid":{"rendered":"http:\/\/127.0.0.1:8090\/index.php\/29012011-neue-weltwunder-im-suaerland-entdeckt\/"},"modified":"2026-05-25T19:03:35","modified_gmt":"2026-05-25T19:03:35","slug":"29012011-neue-weltwunder-im-suaerland-entdeckt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/index.php\/beobachtungsberichte\/beobachtungsberichte-2011\/29012011-neue-weltwunder-im-suaerland-entdeckt\/","title":{"rendered":"29.01.2011 &#8211; Neue Weltwunder im Sauerland entdeckt"},"content":{"rendered":"<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Uhrzeit: 21.30Uhr bis 3.15Uhr<br>Ort: Hubertus Riegers Sternwarte<br>Temperatur: ca. -10\u00b0Grenzgr\u00f6\u00dfe: ca. 6m1-6m2 im Zenit<br>Seeing: Schulnote 4- (von 1-6)<br>Instrumente: 16&#8243; f\/4,5 Newton, 6&#8243; f\/15 Refraktor<br>Objekte: Viele \u2026 seeeeehhhhhrrrrr viele.<\/p>\r\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Hubertus reiste bereits am Freitag an, um das vorhergesagte gute Spechtelwetter an seiner Sternwarte zu nutzen. Leider zog es Freitag Abend komplett zu, sodass wir den gemeinsamen Spechtelabend nochmal verschieben mu\u00dften. Gegen 2Uhr am Samstag Morgen wurde ich auf der Couch wach und schaute nochmal nach dem Himmel \u2013 nur die hellsten Sterne konnten sich gegen die dicke Nebelsuppe behaupten. Morgends um 8Uhr war es NAT\u00dcRLICH komplett klar. Aber warum \u00e4rgern, in der n\u00e4chsten Nacht wird\u2019s schon klappen \u2013 irre wieviel Optimissmus man nach den letzten (fast) spechtelfreien Monaten noch haben kann, oder?<\/p>\r\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Der Tag war sehr sch\u00f6n und ich machte mich mit meiner Familie auf zum Geocachen \u2013 ein neues Hobby, dem ich seit kurzem, nicht zuletzt durch\u00b4s Anfixen von einem Kollegen aus unserem Astroforum, fr\u00f6ne.<\/p>\r\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Am Abend, nachdem die Kids ins Bett verfrachtet waren, \u00fcberlegte ich noch, was ich mit zu Hubertus Sternwarte ins \u00f6stliche Sauerland nehmen sollte. Ich hatte schon Bock ein bisschen zu fotografieren \u2013 den Akku meiner EOS hatte ich schon am Nachmittag ins Ladeger\u00e4t gestopft und die Montierung ist eigentlich immer startklar. Letzten Endes hatte ich dann aber doch keine Lust bei endlich mal wieder klarem Himmel Zeit mit Montierung-einnorden und dem ganzen anderen Krempel zu verplempern und packte nur das Fotostativ, meine dicke TriAtlas-Mappe, \u00b4ne Kanne Kaffee und meinen Thermosbecher ein. Ja und nat\u00fcrlich die EOS, um wenigstens zwischendurch ein paar den Bericht auflockernde Stimmungsbilder einzufangen. Um dies vorweg zu nehmen \u2013 ich h\u00e4tte es bald vergessen, da wir so in die Suche und Beobachtung von \u201eneuen Weltwundern\u201c vertieft waren. Neue Weltwunder, so nennt Hubertus immer die von ihm\/uns noch nie beobachteten Objekte. Und davon gibt\u2019s noch \u00b4ne ganze Menge dort oben.<\/p>\r\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6a25e11a2c9c4&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"6a25e11a2c9c4\" class=\"wp-block-image size-full wp-lightbox-container\"><img decoding=\"async\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--pointerdown=\"actions.preloadImage\" data-wp-on--pointerenter=\"actions.preloadImageWithDelay\" data-wp-on--pointerleave=\"actions.cancelPreload\" data-wp-on-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" src=\"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/wp-content\/uploads\/legacy\/stories\/BB29012011\/02.JPG\" width=\"600\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\tdata-wp-bind--aria-label=\"state.thisImage.triggerButtonAriaLabel\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.thisImage.buttonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.thisImage.buttonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>\n<p>Ein weiterer Ausdruck den Hubertus gepr\u00e4gt hat ist der des \u201eWeltraumtouristen\u201c, also Leuten, die sonst mit der Astronomie nichts am Hut haben, aber mal die M\u00f6glichkeit nutzen durch ein Teleskop zu schauen. Ein solcher Weltraumtourist war auch an diesem Abend schon zugegen, als ich gegen 21.30Uhr an der Sternwarte eintraf. Es war ein Herr aus dem hiesigen Baumarkt, der damals beim Bau der Sternwarte geholfen hatte. Er war sehr interessiert und h\u00f6rte unseren Ausf\u00fchrungen und unseren Antworten auf seine Fragen sehr aufmerksam zu. Ich wei\u00df nicht, welche \u201eWeltwunder\u201c Hubertus ihm bereits gezeigt und erkl\u00e4rt hatte (kann mich nur an M42 erinnern, der nat\u00fcrlich zu dieser Jahreszeit ein MUSS ist), aber als ich ankam war gerade der Krebsnebel M1 im parallaktisch montierten 16\u201cer eingestellt. Die unregelm\u00e4\u00dfige Form war gut zu erkennen. Auch wirkte die schwach leuchtende Fl\u00e4che im 12er Nagler sehr unruhig. Au\u00dfer ein paar (Vordergrund-?)Sternen konnte ich aber keine Details erkennen. Ich sch\u00e4tze, dass bei besserem Seeing im 16\u201cer noch mehr geht.<\/p>\r\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Danach hatte Hubertus die Galaxie NGC1275 rausgesucht, eine Galaxie aus dem Perseushaufen, die aufgrund Interaktion mit einer anderen Galaxie auf Hubblefotos aussieht wie eine gerade am Himmel explodierende Silvesterrakete. Mit dem 31ger Nagler suchten wir vergeblich an der richtigen Stelle. Die Telradkreise im Deepsky-Reiseatlas waren auch keine perfekte Hilfe, da sie vom Ma\u00dfstab irgendwie nicht so richtig in die Karte zu passen schienen. Nach dem Wechsel auf das 12er Nagler aber wurden wir nicht nur mit der kleinen NGC1275 belohnt. Noch weitere Galaxien des Perseushaufens lie\u00dfen sich im gleichen Gesichtsfeld nicht lange bitten. Im 31ger Nagler waren die kleinen Fleckchen einfach zu klein und vermutlich passte die AP auch nicht so recht zum nicht ganz perfekt dunklen Himmel. Als wir dem \u201eTouristen\u201c dann noch erz\u00e4hlten, dass diese Gx ca. 250 Mill. Lichtjahre entfernt ist konnten wir f\u00f6rmlich das Runterklappen seiner Kinnlade h\u00f6ren \u2013 zumindest war er erst mal sprachlos und fragte nochmal nach, als ob er sich gerade verh\u00f6rt h\u00e4tte. Trotz nat\u00fcrlich nicht vorhandener Beobachtungserfahrung konnte auch er die anderen Plops um NGC1275 erkennen.<\/p>\r\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Ich machte dann den Vorschlag ihm noch eine einfache aber sch\u00f6ne \u201eKuriosit\u00e4t\u201c im gro\u00dfen Teleskop zu zeigen und stellte NGC2169, die \u201ekosmische 37\u201c ein, die auch Hubertus noch nicht beobachtet hatte. Nach kurzem \u00dcberlegen und meiner Erkl\u00e4rung, dass die 37 auf dem Kopf stehen w\u00fcrde, erkannte er diese dann auch recht schnell und war erstaunt von dem sch\u00f6nen Anblick.<\/p>\r\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Gern h\u00e4tte er an diesem Abend noch einen Blick auf Saturn geworfen, aber als wir ihm sagten, dass es noch bis in die fr\u00fchen Morgenstunden dauern w\u00fcrde, bis man ihn beobachten k\u00f6nne und ihm auch langsam kalt wurde, verabschiedete er sich und w\u00fcnschte uns noch viel Erfolg bei der weiteren Beobachtung. Is doch immer wieder sch\u00f6n, wenn man interessierten \u201eWeltraumtouris\u201c die Sch\u00e4tze des Himmels zeigen und erkl\u00e4ren kann.<\/p>\r\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Nachdem wir die Justage des gro\u00dfen Newton am Stern nochmal \u00fcberpr\u00fcft und gerichtet hatten wollte ich gern noch einen Blick auf M42 werfen, bevor wir mit der an NGC1275 begonnenen \u201eNeue-Weltwunder-Tour\u201c, fortfahren wollten. Im 31ger Nagler sieht der riesige Gasnebel einfach fantastisch aus. Die Schwingen komplett geschlossen und mit unz\u00e4hligen Nebelfilamenten gespickt lag das Teil vor mir \u2013 irre sch\u00f6n. Im 12er Nagler fiel mir dann pl\u00f6tzlich noch was auf: Farbe! Jau, das erste Mal, dass ich an M42 Farbe sehe. Und zu meiner \u00dcberraschung nicht nur ein zartes Gr\u00fcn im kompletten \u201eHauptbereich\u201c bis zu den Schwingen, nein, sogar leichte Rot\/Orange-T\u00f6ne kann ich  an einem \u00dcbergang nahe des Zentrums wahrnehmen. Letzteres allerdings nicht permanent, aber doch immer wieder genau an der gleichen Stelle, sodass ich Einbildung ausschlie\u00dfen kann. Da Hubertus ein Filterrad am Newton verbaut hat, konnte ich noch eine sch\u00f6nes Feststellung machen. Mir war zwar bekannt, dass der Nebel mit UHC und OIII oder auch ohne Filter immer etwas anders aussieht, wirklich \u201estudiert\u201c hatte ich das bisher aber nicht, da es ja auch jedesmal \u00b4ne Weile dauert, bis man die Filter im Okular gewechselt hat, wenn man nicht den Luxus eines Filterrades oder -schiebers geniessen kann. Leider hatte Hubertus keinen UHC-Filter im Rad, aber das hin und her zwischen ungefiltert und OIII war schon sehr interessant. Da gibt es im Bereich einer Schwinge eine deutliche OIII-Emission, die ohne Filter zwar zu sehen ist, aber sonst nicht weiter auff\u00e4llt. Mit OIII -Filter hingegen hebt sie sich richtig deutlich vom Rest des Nebels ab. Also, auch an bereits bekannten Objekten kann man doch immer noch wieder neues entdecken.<\/p>\r\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6a25e11a2cac1&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"6a25e11a2cac1\" class=\"wp-block-image size-full wp-lightbox-container\"><img decoding=\"async\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--pointerdown=\"actions.preloadImage\" data-wp-on--pointerenter=\"actions.preloadImageWithDelay\" data-wp-on--pointerleave=\"actions.cancelPreload\" data-wp-on-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" src=\"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/wp-content\/uploads\/legacy\/stories\/BB29012011\/M42_Ausschnitt.jpg\" width=\"600\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\tdata-wp-bind--aria-label=\"state.thisImage.triggerButtonAriaLabel\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.thisImage.buttonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.thisImage.buttonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>\n<p>Die genaue Reihenfolge der nachfolgenden Objekte, die wir beide zum gr\u00f6\u00dften Teil noch nicht auf der Netzhaut hatten, bekomme ich nicht mehr zusammen, aber egal. Ich fahre einfach mal fort und zwar mit der f\u00fcr mich gr\u00f6\u00dften \u00dcberraschung des Abends. Da Hubertus au\u00dfer einem OIII- auch einen h-beta-Filter im Filterrad montiert hatte, wollte ich gern mal nach dem Pferdekopfnebel schauen. Schnell war die Stelle unter Alnitak eingestellt und dank des h-beta-Filters tauchte auch der rote Gasnebel IC434 als schwach leuchtendes graues W\u00f6lkchen gleich im Gesichtsfeld des 31ger Naglers auf. Ich war schon sehr \u00fcberrascht dar\u00fcber, die deutlich der Nebel zu sehen war auch die scharf begrenzte \u00f6stliche \u201eAbbruchkante\u201c des Nebels, wie man sie schon auf hunderten Fotos gesehen hat, konnte man deutlich erkennen. Ein kurzer Schwenk \u00fcber diese Kante und da tauchte eine deutliche schwarze Einbuchtung darin auf \u2013 die Dunkelwolke B33, besser bekannt als der Pferdekopfnebel. Ich war schon ziemlich von den Socken, diesen ber\u00fchmten Nebel endlich einmal visuell beobachten zu k\u00f6nnen. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass er, bzw. IC434 so gut zu sehen sein w\u00fcrde. Als ich dann den h-beta-Filter rausdrehte und ungefiltert auf IC434 starrte, war da nichts ausser g\u00e4hnender Leere und den Sternen, kein Nebel mehr zu sehen. Nach ein paar Mal rein und wieder rausdrehens des h-beta-Filters konnte man dann IC434 auf ohne Filter gerade so erahnen. Aber wenn ich ganz ohne Filter an die Suche nach IC434 gegangen w\u00e4re, h\u00e4tte ich den bestimmt nicht gefunden, geschweige denn, den davor liegenden Pferdekopfnebel. Den Pferdekopf als solchen konnten Hubertus und ich nicht wirklich erkennen, aber die dunkle Bucht in Form eines l\u00e4nglichen Halbkreises war gut zu sehen. Das bisschen Nebel unter der Schnautze des Pferdes reichte wohl nicht aus, um die komplette Pferdekopfform zu erkennen. Aber das fand ich nicht weiter schlimm. Ich hatte einfach nicht damit gerechnet, wie gut so ein h-beta-Filter da funktionieren w\u00fcrde. Ich wu\u00dfte schon, dass dieser Filter f\u00fcr den Pferdekopf, wie auch f\u00fcr den Californianebel sehr hilfreich sein soll, aber da ich selbst einen solchen Filter nicht besitze, konnte ich die Erfahrung selbst noch nicht machen. An M42 bringt dieser Filter im \u00fcbrigen garnichts.<\/p>\r\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6a25e11a2cb87&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"6a25e11a2cb87\" class=\"wp-block-image size-full wp-lightbox-container\"><img decoding=\"async\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--pointerdown=\"actions.preloadImage\" data-wp-on--pointerenter=\"actions.preloadImageWithDelay\" data-wp-on--pointerleave=\"actions.cancelPreload\" data-wp-on-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" src=\"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/wp-content\/uploads\/legacy\/stories\/BB29012011\/01.JPG\" width=\"600\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\tdata-wp-bind--aria-label=\"state.thisImage.triggerButtonAriaLabel\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.thisImage.buttonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.thisImage.buttonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>\n<p>Weiter ging es mit NGC2174 und 2175 zwischen Orion und den Zwillingen. Letzteres Objekt ist ein offener Sternhaufen, der aber so \u201eoffen\u201c ist, dass wir ihn erst gar nicht fanden. Nur mit Hilfe des OIII-Filters konnten wir NGC2174 entdecken, der hinter (oder vor?) dem offenen Sternhaufen liegt. Interessant zu beobachten, wenngleich mich eigentlich nur der Nebel wirklich interessierte. Bis auf wenige Ausnahmen find ich offene Sternhaufen eher langweilig.<\/p>\r\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Etwas n\u00f6rdlich von diesem NGC-P\u00e4rchen findet sich ein weiteres interessantes Paar, wenngleich auch wieder \u201enur\u201c offene Sternhaufen \u2013 M35 und NGC2158. Der M-Haufen wird ja des \u00f6fteren in BB\u00b4s erw\u00e4hnt, viel spannender fand ich aber schon immer den benachbarten viel schw\u00e4cheren, mit ca. 11.000 Lj auch ca. 4x so weit entfernten NGC-Haufen. Da wird das Auge viel mehr gefordert als bei dem \u201egrellen\u201c M35.<\/p>\r\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Im Anschluss ging es weiter zu PK 204+14.1, dem Medusanebel. Hubertus hatte ihn noch nicht beobachtet, ich zuletzt vor drei Wochen mit meinem 8\u201cer Dobson. Wie zu erwarten war die Sichelform mit 16\u201c viel deutlicher wahrzunehmen, als mit dem kleineren Dobson. Aber auch mit 16\u201c zeigte sich, wie wichtig ein OIII-Filter bei der Beobachtung sein kann.<\/p>\r\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Auch am n\u00e4chsten Objekt macht sich ein OIII-Filter ganz gut, wenn gleich er da aber nicht unbedingt von N\u00f6ten ist. Die Rede ist von NGC2438, einem ca. 1&#8242; kleinen planetarischen Ringnebel im Sternbild Puppis (Achterdeck des Schiffs), der sich am Randbereich des offenen Sternhaufens M46 befindet \u2013 ein sehr sch\u00f6nes Duo, wie ich immer wieder finde, auch ohne OIII-Filter, aber mit kommt der Kringel eben deutlicher r\u00fcber. Der Rauchkringel ist erst bei h\u00f6herer Vergr\u00f6\u00dferung als solcher deutlich zu erkennen.<\/p>\r\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">F\u00fcr die n\u00e4chsten vier Objekte schwenkten wir den Tubus des 16\u201cers nochmal in Richtung des Sternbilds Einhorn, da ich nochmal versuchen wollte den Konusnebel an der Spitze des Weihnachtsbaumhaufens NGC2264 aufzusuchen. Nachdem ich mich bei der Identifizierung des Weihnachtsbaums im Gegensatz zur letzten Beobachtung vor drei Wochen erstmal schwer getan hatte, konnten wir tats\u00e4chlich etwas von der Dunkelwolke des Konusnebels erhaschen. Den kompletten Konus konnten wir aber beide nicht identifizieren. Da wir schonmal in der Gegend waren, machten wir auch noch einen Abstecher zu NGC2261, Hubbles variablem Nebel, der zwar im Laufe der Jahre seine Form kaum ver\u00e4ndert, wohl aber die Leuchtdichteverteilung. Die kometenhafte Form des Nebels war gut zu erkennen, wie auch etwas Struktur. Ein St\u00fcck s\u00fcdlich dieser drei Objekte befindet sich noch ein Emissionsnebel mit der NGC-Bezeichnung 2170. Dort hielten wir uns aber nicht sehr lange auf, da dieses und zwei weitere benachbarte Fleckchen nur schwach zu sehen waren und uns nicht so vom Hocker hauten.<\/p>\r\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Genug der Nebel wollten wir uns nun noch etwas der Welt der Galaxien widmen. Im L\u00f6wen w\u00fcrden noch einige neue Weltwunder auf uns warten, auf dem Weg dahin machten wir aber erst mal noch Halt im Sternbild Luchs bei der sch\u00f6nen Spiralgalaxie NGC2683 \u2013 auch als \u201eUFO-Galaxie\u201c bekannt. Diese sch\u00f6ne Gx haben wir beide noch nicht beobachtet und waren etwas \u00fcberrascht dar\u00fcber, wie hell und gro\u00df sie erscheint. Ein sch\u00f6ner Anblick, bestimmt nicht erst ab 16\u201c.<\/p>\r\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Nun ging es zur weiteren Galaxienjagd auf zum L\u00f6wen, wo wir zuerst die Gruppe um M95,96 und 105 und die benachbarten NGC\u00b4s 3371 und 3384 auf\u00b4s Korn nahmen. Sch\u00f6n diese Galaxien nach einem Jahr mal wieder zu Gesicht zu bekommen. Vom Leo-Triplet M65, 66 und NGC3628 aus schwenkten wir nochmal Richtung Westen, wo uns noch NGC3489 und 3377 \u00fcber den Weg liefen. Hickson 44 im Hals des L\u00f6wen wu\u00dfte auch wieder zu gefallen, wobei ich mich mit der Erkennung der schwachen NGC3387 doch sehr schwer tat \u2013 zu deutsch, ich hab sie diesmal nicht gesehen \u2026 Au\u00dfer der K\u00e4lte merkte ich auch, dass mich die Konzentrationsf\u00e4higkeit langsam verlie\u00df. Bei der Galaxienvielfalt im L\u00f6wen zeigte sich auch mein gro\u00dfes TriAtlas-Kartenwerk wieder als sehr n\u00fctzliches Tool. Is zwar schon heftig einen gro\u00dfen DIN A4 Ringordner mit ca. 300 Seiten in Klarsichth\u00fcllen mit rumzuschleppen, aber manchmal ist eine detailiertere Karte doch sehr von Vorteil.<\/p>\r\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">W\u00e4hrend ich \u00b4ne kleine Fotorunde mit meiner EOS schoss, gab\u00b4s auch noch fast ein Ungl\u00fcck in der Sternwarte. Hubertus hatte den Wasserkocher angestellt, um mit hei\u00dfem Wasser seinen Kaffebecher vorzuheizen. W\u00e4hrend wir drau\u00dfen bei den Teleskopen standen, fing das Wasser an zu brodeln und pl\u00f6tzlich gab es einen lauten Schlag. Ich konnte von meiner Position garnicht in die H\u00fctte hineinschauen, aber Hubertus st\u00fcrtzte hastig hinein, da er erst ein Feuer vermutete. So sah es n\u00e4mlich auch erst aus, als das Licht der Rotlichtlampe vom Tisch durch den Nebel in der H\u00fctte schimmerte &#8211; der Wasserkocher hatte sich verselbst\u00e4ndigt und war mit seinem kochend hei\u00dfen Inhalt auf den gefrorenen Boden gefallen, von wo eine dichte Wolke Wasserdampf aufstieg. Gl\u00fccklicherweise ist sonst nichts passiert. Alle Ger\u00e4tschaften und die Elektrik sind ohne Schaden geblieben.<\/p>\r\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6a25e11a2cc4b&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"6a25e11a2cc4b\" class=\"wp-block-image size-full wp-lightbox-container\"><img decoding=\"async\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--pointerdown=\"actions.preloadImage\" data-wp-on--pointerenter=\"actions.preloadImageWithDelay\" data-wp-on--pointerleave=\"actions.cancelPreload\" data-wp-on-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" src=\"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/wp-content\/uploads\/legacy\/stories\/BB29012011\/03.JPG\" width=\"600\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\tdata-wp-bind--aria-label=\"state.thisImage.triggerButtonAriaLabel\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.thisImage.buttonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.thisImage.buttonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>\n<p>Zwischdurch machten wir auch den gro\u00dfen Refraktor mal startklar, um Saturn einen Besuch abzustatten. Aber da dieser noch immer nicht sehr hoch am Himmel stand und das Seeing sich auch nicht verbessert hatte, gaben wir die Beobachtung des Ringplaneten sofort wieder auf. Schade, ich h\u00e4tte doch zu gern auch mal versucht den gro\u00dfen Sturm der da momentan w\u00fctet visuell zu Gesicht zu bekommen.<\/p>\r\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Ich wollte gerade meine Pl\u00fcnsen einpacken, als ein zuf\u00e4lliger Blick auf die Region um die Sternbild er Rabe und Becher fiel. Im TriAtlas ist genau zwischen den beiden Sternbildern ein Objekt (genauer zwei) mit den Katalognummern NGC4038 und 4039 eingezeichnet. Das allein h\u00e4tte nun nicht ausgereicht mich am einpacken zu hindern, der Objektname, der aber noch dabei stand lie\u00df mich aber pl\u00f6tzlich sehr Neugierig werden. Bei diesen beiden NGC\u00b4s handelt es sich n\u00e4mlich um ein nicht eben unbekanntes Objekt, n\u00e4mlich der Antennengalaxie, die ich auch schon auf unz\u00e4hligen Fotos bestaunt habe. Die wollte ich nun doch gern mit dem Newton noch anfahren, bevor ich gen Heimat aufbrechen wollte. Hubertus war sofort dabei und nach kurzer Suche hatten wir das Objekt auch im Blickfeld. Die \u201eF\u00fchler\u201c oder \u201eAntennen\u201c konnten wir wahrlich nicht erkennen, wohl aber den hellen Teil der beiden inneinander verwobenen Galaxien mit der kleinen Einbuchtung, die man auf den Fotos auch gut erkennen kann. Um sicher zu gehen schaute ich noch eben auf meinem Handy nach, indem ich mir ein Foto des Objekts aus dem Internet lud anhand ich die Sternkonstellation mit der im Teleskop verglich. Die Dunkeladaption war dadurch nat\u00fcrlich futsch und es dauerte auch eine Weile, bis ich die beiden NGC\u00b4s wieder entdecken konnte, obwohl sie ja durch die Nachf\u00fchrung der Montierung nicht aus dem Blickfeld gewandert waren. Aber ich wollte eben ganz sicher gehen, ob wir da wirklich dieses ber\u00fchmte Objekt erfolgreich gesichtet hatten. Ohne weitere Infos zum Objekt waren Hubertus und ich doch sehr \u00fcberrascht dar\u00fcber, wie relativ hell dieses Galaxienduo im 16\u201cer doch ist.<\/p>\r\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Nun war es aber an der Zeit den Heimweg anzutreten. Nachdem wir noch \u00b4ne \u201eGute Nacht Zigarette\u201c geraucht hatten und schon davon sprachen uns hoffentlich beim n\u00e4chsten oder \u00fcbern\u00e4chsten Neumondwochenende wiederzusehen, machte ich mich \u00fcbergl\u00fccklich auf die Heimreise, wo nach dem Auspacken noch eine sehr sch\u00f6ne \u00dcberraschung auf mich wartete. Meine Frau hatte in weiser Voraussicht, dass ich sicher durchgefroren nach Hause kommen w\u00fcrde, mein Bett bereits mit unserem W\u00e4rmschaf (W\u00e4rmflasche im Pl\u00fcschschafpelz) vorgeheizt, sodass ich mich in ein sch\u00f6n kuschelig warmes Bett igeln konnte und die Beo-Nacht f\u00fcr mich so noch einen wunderbaren Abschluss hatte, ohne bibbernd einschlafen zu m\u00fcssen. Hach, is sie nich lieb, mein holdes Weib?<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Uhrzeit: 21.30Uhr bis 3.15UhrOrt: Hubertus Riegers SternwarteTemperatur: ca. -10\u00b0Grenzgr\u00f6\u00dfe: ca. 6m1-6m2 im ZenitSeeing: Schulnote 4- (von 1-6)Instrumente: 16&#8243; f\/4,5 Newton, 6&#8243; f\/15 RefraktorObjekte: Viele \u2026 seeeeehhhhhrrrrr viele. Hubertus reiste bereits am Freitag an, um das vorhergesagte gute Spechtelwetter an seiner Sternwarte zu nutzen. 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