{"id":69,"date":"2010-09-13T20:21:12","date_gmt":"2010-09-13T20:21:12","guid":{"rendered":"http:\/\/127.0.0.1:8090\/index.php\/12092010-nebelsuche-im-nebel\/"},"modified":"2026-05-25T19:03:35","modified_gmt":"2026-05-25T19:03:35","slug":"12092010-nebelsuche-im-nebel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/index.php\/beobachtungsberichte\/beobachtungsberichte-2010\/12092010-nebelsuche-im-nebel\/","title":{"rendered":"12.09.2010 &#8211; Nebelsuche im Nebel"},"content":{"rendered":"<p>Beobachtungsort: N\u00e4he Korbach-Goldhausen<br>Temperatur: Anfangs 12, sp\u00e4ter 10\u00b0C<br>Grenzgr\u00f6\u00dfe: Schwankend zwischen ca. 3 und ca. 6,3 mag.<br>Teleskop: GSO 8&#8243; f\/6 Dobson<br>Uhrzeit: 0.30Uhr bis 5.15Uhr<br><br>Bereits Anfang der letzten Wochen sagte meteoblue CS f\u00fcr Freitag und Samstag Nacht voraus. Freitag wars dann leider nichts, der Himmel war komplett dicht, aber am Samstag schien ein bischen was drin zu sein. Der Tag war recht sonnig, es zogen allerdings viele Zirren durch.<br><br>Am Abend war ich erstmal auf dem 40sten Geburtstag einer Freundin meiner Frau eingeladen. Schon im Vorfeld war f\u00fcr mich klar, ich bleibe trocken &#8211; kein Tropfen Alkohol sollte meine fest eingeplante Beobachtungsnacht be- oder wom\u00f6glich glatt verhindern. Da wir meine Schwiegermutter f\u00fcr die Kinderbetreuung gewinnen konnten und diese nicht allzulang auf uns warten lassen wollten, sind wir gegen 0Uhr wieder Heim gefahren. Eine halbe Stunde sp\u00e4ter war das &#8222;Geburtstagstaxi&#8220; zum &#8222;Astromobil&#8220; umgestaltet und es konnte losgehen zu meinem Lieblingsbeobachtungsplatz, ca. 5,5km von meiner Haust\u00fcre entfernt.<br><br>Nachdem ich meine Klamotten ausgeladen und aufgebaut hatte, mu\u00dfte ich leider feststellen, dass der Himmel garnicht mehr so gut aussah, wie noch eine halbe Stunde zuvor. Es war diesiger geworden und meine kleine mobile Wetterstation zeigte eine rel. Luftfeuchte von 75% an.<\/p>\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6a25e11c18d82&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"6a25e11c18d82\" class=\"wp-block-image size-full wp-lightbox-container\"><img decoding=\"async\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--pointerdown=\"actions.preloadImage\" data-wp-on--pointerenter=\"actions.preloadImageWithDelay\" data-wp-on--pointerleave=\"actions.cancelPreload\" data-wp-on-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" src=\"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/wp-content\/uploads\/legacy\/stories\/BB12092010\/01.JPG\" width=\"600\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\tdata-wp-bind--aria-label=\"state.thisImage.triggerButtonAriaLabel\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.thisImage.buttonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.thisImage.buttonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>\n<p>Das pa\u00dfte mir nun garnicht in den Kram, hatte ich mir doch ein einziges Objekt f\u00fcr die Nacht vorgenommen, welches ich unbedingt beobachten wollte &#8211; PK 104-29.1, auch Jones 1 genannt, ein planetarischer Nebel im Pegasus mit ca, 5\u00b4 Durchmesser und nur um die 12mag hell. Leider habe ich nicht viele Infos dazu im Internet gefunden und das was ich ich gefunden habe war noch dazu teilweise etwas widerspr\u00fcchlich. Daher meine Angaben zu Gr\u00f6\u00dfe und Helligkeit ohne Gew\u00e4hr.<br><br>In den letzten Tagen hatte ich mich aufsuchtechnisch entsprechend auf das lichtschwache Objekt vorbereitet. Eine Zeichnung und ein Foto des Objekts mit je etwas Feld drumherum hatte ich mir aus dem Internet ausgedruckt. Desweiteren hatte ich mir noch das 218-seitige Intermediate B\/C-Set des Tri Atlas von Jos\u00e9 Ram\u00f3n Torres ausgedruckt, welches Sterne bis 11,1mag auf Karten mit 14&#215;20\u00b0 Gr\u00f6\u00dfe zeigt. Da ich den Atlas noch nicht in Klarsichth\u00fcllen gepackt hatte, habe ich mir nur die Seite rausgenommen, die das Feld um Jones 1 zeigt und diese mit in die Mappe geheftet, die seit etwa 2 Jahren das ausgedruckte A-Set des tri Atlas beherbergt.<br><br>Also, ich war gut vorbereitet und nun spielte der Himmel in der einzigen wolkenlose Nacht erstmal nicht mit. Aber was nicht ist, kann ja noch werden dachte ich mir, zumal ja die zweite Nachth\u00e4lfte meist besser ist als die Erste. <br><br>Es dauerte auch nicht lange und der Himmel hatte ein Einsehen, die Grenzgr\u00f6\u00dfe stieg auf gute 6mag an und ich begann mit dem Aufsuchen von Jones 1. Das Sternfeld um den planetarischen Nebel, mittig \u00fcber den beiden n\u00f6rdlichen &#8222;Kastensternen&#8220; des Pegasus, war sehr schnell gefunden und dank des ausgedruckten Fotos konnte ich die Stelle, an der Jones 1 zu finden sein soll auch sofort lokalisieren. Also Baader OIII-Filter in den 2&#8243;-auf-1,25&#8243; OAZ-Adapter geschraubt und mit dem 14er Speers auf die Suche gegangen. Nichts war zu sehen und dabei dachte ich, dass ich wohl mit etwas h\u00f6herer Vergr\u00f6\u00dferung (86fach) am 8&#8243;er die gr\u00f6\u00dften Chancen h\u00e4tte, den lichtschwachen Nebel zu knacken. Aber nix war zu sehen, auch nicht, als ich meine Jacke auszog und mir als Streulichtschutz \u00fcber den Kopf und OAZ des Teleskops hing. Na gut, dann muss ich wohl mit der Vergr\u00f6\u00dferung doch weiter runter gehen und holte eines meiner 20ger TS SWM Okus aus dem Binokoffer. Auch hier wieder mit der Jacke \u00fcber den Kopf versuchte ich den Nebel zu entdecken. Zwischendurch beschlug das Oku immer mal wieder, weil die Jacke die &#8222;Frischluftzufuhr&#8220; behinderte. Also immer mal wieder kurz die Jacke weggezogen, etwas entspannt und dann weiter auf die Suche gemacht.<br><br>Gerade als ich dachte, dass da an besagter Stelle im Pegasus irgendwas &#8222;aufblinkte&#8220;, wurde der Anblick wieder milchig. Der Kontrollblick mit der Rotlichtlampe auf die Augenlinse des Okulars zeigte aber keinen Beschlag derselben. Der anschlie\u00dfende Blick zum Himmel hingegen sagte mir, dass es wieder diesiger wurde. So ein Mist &#8230; war ich doch scheinbar knapp davor Erfolg bei der Sichtung zu haben &#8211; ich hatte mir das fest vorgenommen, auch wenn\u00b4s das einzige beobachtete Objekt der Nacht bleiben sollte.<\/p>\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6a25e11c18e7d&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"6a25e11c18e7d\" class=\"wp-block-image size-full wp-lightbox-container\"><img decoding=\"async\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--pointerdown=\"actions.preloadImage\" data-wp-on--pointerenter=\"actions.preloadImageWithDelay\" data-wp-on--pointerleave=\"actions.cancelPreload\" data-wp-on-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" src=\"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/wp-content\/uploads\/legacy\/stories\/BB12092010\/02.JPG\" width=\"600\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\tdata-wp-bind--aria-label=\"state.thisImage.triggerButtonAriaLabel\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.thisImage.buttonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.thisImage.buttonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>\n<p>Nun ja, was hilfts? Nix, und trotzdem hab ich erstmal geschimpft wie ein Gro\u00dfer. War ja au\u00dfer mir, den K\u00fchen auf der benachbarten Weide (von der zumindest eine Bl\u00e4hungen zu haben schien) und den Tieren im nahegelegenen Wald keiner da, der meine &#8222;Kraftausdr\u00fccke&#8220; h\u00f6ren konnte. Tiefe Entt\u00e4uschung machte sich breit &#8230;<br><br>Nach einer Zigarette, \u00b4ner Tasse Kaffee und der Erkenntnis, dass die Transparenz immer schlechter wurde, packte ich mein Bino aus, um von Deepsky erstmal auf Sonnensystem umzuswitchen. Der Jupiter war au\u00dfer den hellsten Sternen auch das Einzige, was man noch sehen konnte, sogar M31 war nur noch stellar auszumachen. Das Seeing war auch stellenweise garnicht so \u00fcbel, sodass ich meinen Siebert-Glaswegkorrektor gleich auf h\u00f6chste Brennweitenverl\u00e4ngerung umbaute, um den Gasplaneten mit 162facher Vergr\u00f6\u00dferung, die binokular wie gute 250fach wirken, zu beobachten. Leckere Details der Wolkenoberfl\u00e4che kamen zum Vorschein, zwar kein &#8222;Gro\u00dfer roter Fleck&#8220; und auch keine Mondschatten, aber ein paar Wirbel und Streifen waren zu erkennen. Zumindest f\u00fcr ein paar Minuten, bis der Jupiter dank der hohem Luftfeuchte auch langsam an Licht verlor. Auch die Detailsaufl\u00f6sung ging nun drastisch zur\u00fcck. Ein kurzer Schwenk auf Uranus zeigte diesen nur noch als P\u00fcnktchen mit schach auslaufenden R\u00e4ndern.<br><br>Also hatte sich die Sonnensystem-Session nun auch erledigt. Prima, was \u00b4ne Sch..\u00dfe, entfuhr es meinen Lippen.<br><br>Und nu? Klar, Kamera raus und ein bischen damit rumgespielt. Folgende GIF-Animation entstand dabei.<\/p>\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6a25e11c18f47&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"6a25e11c18f47\" class=\"wp-block-image size-full wp-lightbox-container\"><img decoding=\"async\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--pointerdown=\"actions.preloadImage\" data-wp-on--pointerenter=\"actions.preloadImageWithDelay\" data-wp-on--pointerleave=\"actions.cancelPreload\" data-wp-on-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" src=\"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/wp-content\/uploads\/legacy\/stories\/BB12092010\/Animation.gif\" width=\"600\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\tdata-wp-bind--aria-label=\"state.thisImage.triggerButtonAriaLabel\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.thisImage.buttonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.thisImage.buttonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>\n<p>Und ich mu\u00dfte doch tats\u00e4chlich eine \u00fcble Sichtung in Richtung Westen machen &#8211; Skybeameralarm.<\/p>\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6a25e11c19003&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"6a25e11c19003\" class=\"wp-block-image size-full wp-lightbox-container\"><img decoding=\"async\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--pointerdown=\"actions.preloadImage\" data-wp-on--pointerenter=\"actions.preloadImageWithDelay\" data-wp-on--pointerleave=\"actions.cancelPreload\" data-wp-on-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" src=\"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/wp-content\/uploads\/legacy\/stories\/BB12092010\/03.JPG\" height=\"480\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\tdata-wp-bind--aria-label=\"state.thisImage.triggerButtonAriaLabel\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.thisImage.buttonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.thisImage.buttonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>\r\n<p><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br>Das Teil war mir hier noch nie aufgefallen, k\u00f6nnte aber der Beamer in Winterberg sein, der von Hubertus Sternwarte auch manchmal zu sehen ist.<br><br>So allm\u00e4hlich verlor ich auch meinen Optimismus was den Rest der Nacht angehen sollte und ich spielte bereits mit dem Gedanken, die Beobachtung von Jones 1 f\u00fcr diese Nacht als &#8222;unerledigt&#8220; abzuhaken, meinen gerade nutzlos gewordenen Astrokr\u00e4mpel abzubauen und wieder Heim zu fahren. Mein Ger\u00f6del war mitlerweile klitschnass &#8211; die Wetterstation zeigte bei der rel. Luftfeuchte auf dem Display nur noch &#8222;Hi&#8220; an, was soviel bedeutet wie &#8222;es ist extrem feucht draussen, besser trockene R\u00e4ume aufsuchen&#8220;.<br><br>Tja, ich war auch kurz davor dem nachzukommen, als in Richtung West bis Nordwest der Himmel wieder klarer wurde. Im Osten konnte ich schon Beteigeuze funkeln sehen was mir zeigte, dass ich die Flinte doch noch nicht ins Korn werfen sollte. Es sollte zwar noch \u00b4ne gef\u00fchlte halbe Stunde dauern, aber die Grenzgr\u00f6\u00dfe nahm wieder zu. Vor allem im Zenit ging jetzt schon langsam wieder was, M31 zeigte wieder deutlich Fl\u00e4che und nochmal einige Minuten sp\u00e4ter stand eine prachtvoll strukturierte Milchstra\u00dfe \u00fcber meinem Kopf. Es konnte wieder weitergehen mit der Suche nach Jones 1.<br><br>Also Teleskop wieder auf Deepsky umger\u00fcstet, sprich das Bino wieder zur\u00fcck in den Koffer und diesmal gleich mein 20mm TS SWM wieder in den OAZ &#8211; nat\u00fcrlich mit dem eingeschraubten Baader OIII-Linienfilter. Und auch die Jacke zog ich mir wieder \u00fcber den Kopf, was sich tats\u00e4chlich als ungemein hilfreich herausstellen sollte. Da war was, genau an der richtigen Stelle. Schnell nochmal ein Abgleich mit dem Foto um sicher zu gehen. Und ja, da war Jones 1. Die erwartete Struktur von zwei sich gegen\u00fcberstehenden halbelipsoiden B\u00f6gen wollte sich aber noch nicht zeigen. Also beschloss ich mal das 20ger TS SWM gegen eines meiner 26er Binopl\u00f6ssl zu tauschen. Das brachte tats\u00e4chlich noch ein bischen mehr. Vor allem ein schwaches Sternchen, was mir als Orientierung zum Nebel diente konnte ich nun indirekt noch besser halten. Hier macht sich tats\u00e4chlich ein Nachteil des Baader OIII\u00b4s bemerkbar. Der Filter ist so engbandig, dass viele Feldsterne regelrecht ausgeknipst werden. Das zeigte sich ganz deutlich, als ich zum Schlu\u00df meiner Jones 1 Beobachtung mal ohne OIII-Filter auf Jones 1 hielt. Ein Vielfaches an Sternen wurde sichtbar, der planetarischen Nebel hingegen war so nicht mehr zu entdecken.<br><br>Aber zur\u00fcck zur Beobachtung mit OIII. Mit Geduld gelang es mir nach einigen Minuten endlich auch im 26er Pl\u00f6ssl (46fache Vergr\u00f6\u00dferung) die beiden Nebelh\u00e4lften zu separieren. Erst war nur ein relativ gro\u00dfes, unruhiges Nebelfleckchen zu erkennen. Aber mit mit der Zeit und ordentlich Konzentration sch\u00e4lten sich tats\u00e4chlich die beiden B\u00f6gen heraus, die noch dazu in sich auch noch Verdickungen und Aufhellungen zu haben schienen. Umso l\u00e4nger ich schaute, desto einfacher wurde es die Struktur zu erkennen. Es strengte aber auch enorm an. W\u00e4hrend noch eine Zirre oder ein Flugzeugkondensstreifen durch den Pegasus zog, machte ich eine Grenzgr\u00f6\u00dfenbestimmung in Umi, mit dem Ergbnis, dass ich dort auf 6m3 kam. Ein Rundumblick zeigte aber auch, dass die Transparenz stellenweise wieder etwas nachlie\u00df. Man konnte nichtmal sagen, dass es von einer Richtung her kam. Egal in welche Richtung ich schaute, hier und da gab es immer mal Flecken am Himmel, wo die Sterne einen Hof hatten. Am Jupiter sah man diese Ver\u00e4nderung nat\u00fcrlich am extremsten.<br><br>Nachdem Jones 1 nun erfolgreich geknackt war, machte ich mein Bino wieder startklar. Ich wollte es noch etwas auf Deepskytauglichkeit testen, versprach mir aber nicht mehr allzuviel davon, da sich die Grenzgr\u00f6\u00dfe wieder verschlechterte. Aber knappe 6mag d\u00fcrften es noch gewesen sein, als ich M31 (zweites Staubband im Ansatz), M33 (ein Spiralarm und nat\u00fcrlich NGC604), M81 und 82 (trotz der relativ geringen Vergr\u00f6\u00dferung von nur 58fach war die Zerkl\u00fcftung in der Sterneninsel gut zu sehen) und M15 aufsuchte. M57 war nur gerade eben noch zu erkennen, soviel Dunst stand schon wieder \u00fcber dem Westhorizont.<br><br>NGC7000 konnte ich auch noch mit dem Bino aber ohne Filter beobachten. War auch interessant leichte Helligkeitsunterschiede am Bereich um den Golf von Mexico zu erhaschen. Den Cirrus habe ich glatt vergessen. Der Deepskykn\u00fcller im Bino aber war der gro\u00dfe Orionnebel M42. Zwar zeigte sich auch dort der Dunst schon ein wenig, dennoch waren viele Strukturen im Nebel zu sehen. Das Trapez war auch gut zu erkennen, wenngleich daran auch deutlich zu sehen war, dass das Seeing sich mitlerweile ganz sch\u00f6n verschlechtert hatte. Der vierte der Trapezsterne war bei 58facher Vergr\u00f6\u00dferung nicht dauerhaft auszumachen und verschmolz st\u00e4ndig mit seinem scheinbar n\u00e4chsten Begleiter. Die Strukturen im Nebel aber waren trotz der Bedingungen schon atemberaubend. Kaum auszudenken, was da im kommenden Winter, bei hoffentlich besseren Bedingungen als noch im letzten Winter, gehen wird. Und noch was fiel mir gleich auf: Farbe. Ein leichter Hauch von ganz schwachem Gr\u00fcn, vor allem im Bereich des hellen Zentrums des riesigen Gasnebels. Nicht sehr auff\u00e4llig, aber grau sieht anders aus.<br><br>Langsam wurde es auch Zeit abzubauen. Auf den Gedanken kam ich, als sich mir ein Autoscheinwerferpaar n\u00e4herte. Das war mir hier bis auf einen n\u00e4chtlichen Radfahrer noch nie passiert, dass sich hier jemand zu so sp\u00e4ter Stunde hin verirrte. Wahrscheinlich war\u00b4s ein Jagdp\u00e4chter auf dem Weg zu seinem Revier, der ohne anzuhalten einfach an mir vorbeifuhr. Apropos sp\u00e4ter Stunde, die Zeit hatte ich ganz aus den Augen verloren. Ich dachte so an 3.30Uhr, maximal 4Uhr, als ich im sich n\u00e4hernden Scheinwerferlicht auf die Uhrzeit meines Handys schaute: 5.05Uhr! Oh je, nu aber Heim. Ein wenig Schlaf wollte ich nun doch gerne noch mitnehmen.<br><br>Mein Fazit dieser Nacht: Es hat sich mal wieder gelohnt. Auch wenn es mir die hohe Luftfeuchtigkeit mit dem Hochnebel nicht gerade leicht gemacht hat und ich sicher auch nur deswegen erst so sp\u00e4t Heim gefahren bin, war es ein voller Erfolg. Das Einzige was ich mir fest vorgenommen hatte, habe ich erreicht &#8211; die erfolgreiche Beobachtung von Jones 1. Und wieder mal hat sich ausgezahlt, dass eine gute Vorbereitung schon die halbe Miete ist. Bei so lichtschwachen Funzeln find ich es sehr wichtig, sich vorher gut auf die Beoachtung vorzubereiten. Die Stelle, wo sich das Objekt befindet, war zwar auch allein mit dem B\/C-Set des Tri Atlas gut zu finden. Was mich allerdings dort erwarten w\u00fcrde, verdanke ich wohl eher dem Foto, welches ich mir aus dem Internet ausgedruckt hatte. Ohne dieses h\u00e4tte ich es wahrscheinlich dabei belassen eine unruhige Nebelfl\u00e4che vorgefunden zu haben. Da ich aber wu\u00dfte, dass gerade die beiden Randbereiche im Vergleich zum Rest des Nebels sehr hell sind (also relativ gesehen), hab ich weiter an dem Objekt gearbeitet. So lange, bis ich sicher sagen konnte, dass ich die beiden B\u00f6gen tats\u00e4chlich gesehen habe. Ich bin da sehr genau mit dem was ich glaube zu sehen. Das ein Objekt nur mal kurz aufblitzt reicht mir f\u00fcr eine sichere Beobachtung nicht aus. Wenn ich aber ein bestimmtes Detail immer wieder zumindest aufblitzen sehe und das an immer der gleichen Stelle, dann hake ich es auch als sicher beobachtet ab.<br><br>Man mu\u00df sich da echt viel Zeit lassen, um m\u00f6glichst viele Details entdecken zu k\u00f6nnen und um sich wirklich sicher zu sein, dass man das wirklich gesehen hat und es keine Einbildung war, weil man Fotos vom Objekt gesehen hat. Und wenn ich schreibe, dass ich an dem Objekt &#8222;gearbeitet&#8220; habe, dann meine ich das auch so. Entspannt beobachten ist was anderes. Jones 1 mit 8&#8243; ist Arbeit, f\u00fcr mich zumindest. Effektiv habe ich im Laufe der Nacht sicher \u00fcber eine Stunde nur dieses eine Objekt beobachtet. Und wie gesagt, es hat sich gelohnt.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beobachtungsort: N\u00e4he Korbach-GoldhausenTemperatur: Anfangs 12, sp\u00e4ter 10\u00b0CGrenzgr\u00f6\u00dfe: Schwankend zwischen ca. 3 und ca. 6,3 mag.Teleskop: GSO 8&#8243; f\/6 DobsonUhrzeit: 0.30Uhr bis 5.15Uhr Bereits Anfang der letzten Wochen sagte meteoblue CS f\u00fcr Freitag und Samstag Nacht voraus. 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