{"id":23,"date":"2009-12-25T23:19:50","date_gmt":"2009-12-25T23:19:50","guid":{"rendered":"http:\/\/127.0.0.1:8090\/index.php\/eq-em10\/"},"modified":"2026-05-25T18:15:10","modified_gmt":"2026-05-25T18:15:10","slug":"eq-em10","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/index.php\/mein-equipment\/zubehoer\/parallaktische-montierung\/eq-em10\/","title":{"rendered":"EQ-EM10"},"content":{"rendered":"<p>Da ich die Astrofotografie zwar auch ganz gern, aber eher nur sekund\u00e4r betreibe, wollte ich nicht soviel Geld f\u00fcr meine erste parallaktische Montierung ausgeben, um erste Erfahrungen in Sachen Langzeitbelichtung des Sternenhimmels zu sammeln. Daher entschied ich mich im Herbst 2008 f\u00fcr den Kauf einer <strong>EQ-EM10<\/strong>, die in Deutschland von Seben vertrieben wird. Gekauft habe ich sie dann aber neu und originalverpackt von einem Sternfreund, der sich diese Montierung im Bundle mit einem Teleskop gekauft hat, die Montierung aber nicht ben\u00f6tigte. Dadurch konnte ich die Monti f\u00fcr 150,-\u20ac inkl.Versand bekommen.<\/p>\r\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6a25e13bd0463&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"6a25e13bd0463\" class=\"wp-block-image size-full wp-lightbox-container\"><img decoding=\"async\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--pointerdown=\"actions.preloadImage\" data-wp-on--pointerenter=\"actions.preloadImageWithDelay\" data-wp-on--pointerleave=\"actions.cancelPreload\" data-wp-on-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" src=\"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/wp-content\/uploads\/legacy\/stories\/EQ-EM10.JPG\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\tdata-wp-bind--aria-label=\"state.thisImage.triggerButtonAriaLabel\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.thisImage.buttonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.thisImage.buttonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>\r\n<p><span style=\"text-decoration: underline\"><br>Daten der Montierung:<br><br><\/span>Gewicht: ca. 19kg<br>Tragkraft: ca. 8-9kg<br><br><\/p>\r\n<p>Serienm\u00e4\u00dfig im Lieferumfang enthalten:<\/p>\r\n<p>&#8211; 2 Motoren f\u00fcr Deklination und Rektaszension<br>&#8211; Handsteuerbox<br>&#8211; Polsucher (ohne Beleuchtung)<br>&#8211; Edelstahlstativ<br>&#8211; 2 Gegengewichte \u00e1 4kg<br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br>Serienm\u00e4\u00dfig wird diese Montierung mit je einem Motor f\u00fcr den Antrieb der Deklinations- und der Rektaszensionsachse geliefert. Angesteuert werden die Motoren \u00fcber eine Handsteuerbox, die mit 6 Mignon Batterien betrieben wird. Die Spannungsversorgung funktioniert auch \u00fcber Akkus.<br><br>Nach dem Einschalten der Steuerung mu\u00df man ihr noch per Tastendruck &#8222;sagen&#8220;, ob wir uns auf der Nord- oder S\u00fcdhalbkugel befinden. Erst dann l\u00e4uft der Rektaszensionsmotor in &#8222;Erddrehungsausgleichsgeschwindigkeit&#8220; los. Vorteil dieser Prozedur ist, da\u00df man die Montierung auch f\u00fcr die erdgebundene Beobachtung (am Tage) nutzen kann, da die Motoren sich nur dann bewegen, wenn eine der vier Pfeiltasten gedr\u00fcckt wird. Aber wer macht sowas?<br><br>An der rechten Seite der Handsteuerbox befindet sich noch ein Wahlschalter, mit dem die Korrekturgeschwindigkeit zwischen 2x, 4x, 8x und 16x gew\u00e4hlt werden kann. Die Nachf\u00fchrgeschwindigkeit l\u00e4\u00dft sich ohne \u00d6ffnen des Geh\u00e4uses nicht ver\u00e4ndern. M\u00f6glich ist es aber, wenn man es mal braucht. Auf der Platine der Steuerung befinden sich zwei Potentiometer, mit denen sich die Nachf\u00fchrgeschwindigkeit des Rektaszensionsmotors, wie auch die Geschwindigkeit des Deklinationsmotors justieren lassen. Bei meiner EQ-EM10 brauchte ich dies aber bisher noch nicht machen. Die Nachf\u00fchrung l\u00e4uft f\u00fcr die visuellen Beobachtung so gut, dass man bei korrekter Einnordung der Montierung das angepeilte Objekt \u00fcber eine Stunde im \u00dcbersichtsokular, evntl. auch bei mittlerer Vergr\u00f6\u00dferung beh\u00e4lt.<br><br>Apropos Einnordnung. Auch ein (unbeleuchteter) Polsucher geh\u00f6rt zur serienm\u00e4\u00dfigen Ausstattung der EQ-EM10. Mit diesem und einer Rotlichtlampe l\u00e4\u00dft sich die Montierung gut einnorden.<br><br>Hier die Strichplatte des EQ-EM10 Polsuchers:<\/p>\r\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6a25e13bd0568&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"6a25e13bd0568\" class=\"wp-block-image size-full wp-lightbox-container\"><img decoding=\"async\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--pointerdown=\"actions.preloadImage\" data-wp-on--pointerenter=\"actions.preloadImageWithDelay\" data-wp-on--pointerleave=\"actions.cancelPreload\" data-wp-on-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" src=\"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/wp-content\/uploads\/legacy\/stories\/EQ-EM10%20Strichplatte.JPG\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\tdata-wp-bind--aria-label=\"state.thisImage.triggerButtonAriaLabel\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.thisImage.buttonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.thisImage.buttonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>\r\n<p><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br>Relevant f\u00fcr Beobachter der Nordhalbkugel sind dabei die drei parallel verlaufenden Linien, die sich kreisf\u00f6rmig um den kleinen Mittelkreis ziehen, welcher die Position am Himmel markiert, welche senkrecht \u00fcber der Erdachse steht. Die drei Kreislinien markieren dabei den Abstand des Polarsterns (Polaris) zum Himmelsnordpol f\u00fcr die Jahre 2000, 2010 und 2020. F\u00fcr die visuelle Beobachtung ist es sicher ausreichend, wenn sich Polaris irgendwo im Bereich der Kreislinien befindet. Je nachdem, wie lange man ein Objekt beobachtet, reicht es wahrscheinlich sogar aus, wenn man die Montierung ohne Polsucher grob Richtung Polaris ausrichtet. F\u00fcr die Astrofotografie, wof\u00fcr ich diese Montierung ja einsetze, ist eine korrekte Einnordung aber schon wichtig. Allzu pingelig mu\u00df man da aber bei dieser Montierung auch wieder nicht sein. Das gr\u00f6\u00dfte Problem dieser Montierung liegt n\u00e4mlich im periodischen Schneckenfehler, der das angepeilte Objekt im Okular, bzw. auf dem Chip der Kamera immer etwas hin- und herpendeln l\u00e4\u00dft. Dies f\u00fchrt bei meiner EQ-EM10 dazu, da\u00df ich mit meinem <a href=\"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/index.php\/mein-equipment\/teleskope\/6q-newton\/\" target=\"_self\">6&#8243; f\/5 Newton<\/a> maximal 40 Sekunden belichten kann. Aber auch nur, wenn ich ca. 60-70% Ausschu\u00df in Kauf nehme.<\/p>\r\n<p>Aufgrund der nur 40 Sekunden Belichtungszeit reicht die Einnordung mittels der Kochab-Methode aus. Dabei wird der Polsucher so gedreht, dass eine Linie des Korrdinatenkreuzes in Verl\u00e4ngerung zur Gegengewichtsstange der Montierung gebracht wird. Die Montierung wird per Augenma\u00df schonmal soweit auf Polaris ausgerichtet, da\u00df dieser im Polsucher erscheint. Dann wird die Klemmung der Deklinationsachse soweit gel\u00f6st, dass man diese mit der Gegengewichtsstange gerade so eben drehen kann, ohne die Montierung im Ganzen zu bewegen. Die Deklinationsaches mu\u00df nun nun soweit gedreht werden, bis die Gegengewichtsstange quasi deckungsgleich mit den beiden Sternen Polaris und Kochab aus dem Sternbild &#8222;Kleiner B\u00e4r&#8220; steht. Dies geschieht, weil der tats\u00e4chliche Himmelspol etwa 0,7\u00b0 entfernt von Polaris auf einer gedachten Linie zwischen Kochab und Polaris liegt. Die Gegengewichtstange stellt dann quasi diese Linie dar. Ist dies erfolgt, kann die Klemmung wieder festgezogen werden. Anschlie\u00dfend wird die Montierung auf dem Stativ mit den Justageschrauben f\u00fcr die Polh\u00f6he und die horizontale Ausrichtung so eingestellt, dass Polaris im Polsucher auf dem entsprechenden &#8222;Jahreskreis&#8220; (2010 ist die mittlere der drei Kreislinien) <span style=\"text-decoration: underline\">zwischen<\/span> der Position des tats\u00e4chlichen Himmelspols (der Mitte der Strichplatte) und\u00a0 der Gegengewichtstange zum liegen kommt. Dazwischen deshalb, weil der Polsucher ein seitenverkehrtes Bild anzeigt &#8211; der Himmelsnordpol liegt tats\u00e4chlich zwischen Polaris und Kochab, im umkehrenden Polsucher aber mu\u00df Polaris zwischen Himmelspol und Kochab eingestellt werden.<\/p>\r\n<p>Zum besseren Verst\u00e4ndnis hier noch eine kleine Skizze zur <span style=\"text-decoration: underline\">Einnordung mit der Kochab-Methode<\/span>:<\/p>\r\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6a25e13bd0637&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"6a25e13bd0637\" class=\"wp-block-image size-full wp-lightbox-container\"><img decoding=\"async\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--pointerdown=\"actions.preloadImage\" data-wp-on--pointerenter=\"actions.preloadImageWithDelay\" data-wp-on--pointerleave=\"actions.cancelPreload\" data-wp-on-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" src=\"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/wp-content\/uploads\/legacy\/stories\/Kochabmethode.JPG\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\tdata-wp-bind--aria-label=\"state.thisImage.triggerButtonAriaLabel\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.thisImage.buttonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.thisImage.buttonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>\r\n<p><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br><br>Viele der auf meiner Webseite gezeigten Deepsky-Astrofotos entstammen der Kombination <a href=\"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/index.php\/mein-equipment\/teleskope\/6q-newton\/\" target=\"_self\">Meade 6&#8243; f\/5 Newton<\/a> + Canon EOS1000D, montiert auf der hier vorgestellten EQ-EM10. Teilweise habe ich aber auch nur die Canon auf der Montierung laufen, um z.B. \u00dcbersichtsaufnahmen des Sternenhimmels schie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Mit kleineren Brennweiten kann die Belichtungszeit dann auch schon mal auf etwa 90 Sekunden gebracht werden, ohne das der Schneckenfehler gleich extrem auff\u00e4llt.<\/p>\r\n<p>Es sei aber abschlie\u00dfend nochmal darauf hingewiesen, da\u00df die EQ-EM10 keine Fotomontierung ist. Diesen Anspr\u00fcchen kann sie nicht gerecht werden. Wem aber, wie mir, schon kleine Ergebnisse ausreichen, der kann mit dieser Montierung schon \u00b4ne Menge Spa\u00df haben. Und wie auch schon erw\u00e4hnt, visuell ist sie wirklich sehr gut zu gebrauchen. Mit ihrer Tragkraft von 8-9kg liegt sie in der EQ-5 Klasse, kostet aber mit den Motoren und dem Polsucher wesentlich weniger, als eine vergleichbar ausgestattete EQ-5.<br><br>edit: Ende Mai 2010 habe ich diese Montierung durch eine wesentlich gleichm\u00e4\u00dfiger laufende Meade <a href=\"https:\/\/heiko.jailobeam.de\/index.php\/mein-equipment\/teleskope\/baustelle\/\" target=\"_self\">LXD-75 Montierung<\/a> ersetzt.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da ich die Astrofotografie zwar auch ganz gern, aber eher nur sekund\u00e4r betreibe, wollte ich nicht soviel Geld f\u00fcr meine erste parallaktische Montierung ausgeben, um erste Erfahrungen in Sachen Langzeitbelichtung des Sternenhimmels zu sammeln. Daher entschied ich mich im Herbst 2008 f\u00fcr den Kauf einer EQ-EM10, die in Deutschland von Seben vertrieben wird. 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